Was ist die Cherusker 500?

Eine „sportliche Mountainbike – Tour unter Freunden“, bei der es darum geht, eine vorgegebene Strecke nur mit eigener Muskelkraft ohne jede Unterstützung von außen in möglichst kurzer Zeit (wenn man will) zu bewältigen.

Eins gleich zu Anfang: Es handelt sich um kein Rennen. Jeder fährt aus eigenem Entschluss und auf eigenes Risiko. Es gibt keinen Veranstalter, keine vorgegebenen Etappen, keine Verpflegungsstände mit hippen Energydrinks und Riegeln, vermutlich wenige glatt rasierte Beine, kein Startgeld, nix zu gewinnen, aber viel zu verpassen.

Namensgebend für diese Veranstaltung sind die Cherusker, ein Germanenstamm, der im Jahr 9 n. Ch den römischen Legionen unter Varus klar gemacht hat, dass diese Gegend reichlich Herausforderungen zu bieten hat. Da die Historiker sich auch mehr als 2000 Jahre später noch nicht einig sind, wo genau diese Lehrstunde stattgefunden hat, bietet es sich an, die Strecke um die beiden bekanntesten der möglichen Orte herum, das Herrmannsdenkmal bei Detmold und das Varusschlachtmuseum in Kalkriese, auszutüfteln, damit ihr euch wohlmöglich selbst ein Urteil bilden könnt.

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Strecke

Direkt am Start/Ziel gibt es einen recht ausgedehnten Parkplatz. Im Sinne der Umweltfreundlichkeit ist es aber bestimmt keine schlechte Idee, mit dem Zug anzureisen. Bad Oeynhausen ist über Hannover, Osnabrück und das Ruhrgebiet gut an das Bahnnetz angeschlossen. Der Bahnhof ist etwa 3 Kilometer vom Start/Ziel entfernt.

Die Strecke führt über knapp 450 Kilometer durch das Wesergebirge, die Bückeberge, Deister und Süntel nach Hameln. Danach geht’s durch das Lippische Bergland nach Detmold und weiter auf dem Herrmannsweg durch den Teutoburger Wald bis zum „Nassen Dreieck“ bei Ibbenbüren.

Zum Ausruhen oder richtig Gas geben – je nach Gusto – folgen gute 50 Kilometer Flachland entlang des Mittellandkanals bevor es durch’s Wiehengebirge zurück nach Bad Oeynhausen geht.

Die Strecke verläuft zum größten Teil auf den bewaldeten Höhenzügen über vielfältige Wege. Es wurde versucht, wo immer das sinnvoller Weise möglich war, schicke Singletrails einzubauen.

Trotzdem hier schon mal ein (warnender) Hinweis: Einige Passagen haben es durchaus „in sich“! Wer bisher nur zwischen Eisdiele und Dönerbude unterwegs war oder sich scheut, seinen Drahtesel auch mal zu schieben oder gar ein Stück zu tragen, wird sich eher schwer tun, immer Spaß zu haben.

 

– hier den GPX-Track herunterladen –

Kodex der Cherusker 500

  • Jeder handelt/fährt eigenverantwortlich.
  • Die StVO und StVZO gelten auch im Wald [Lichtanlage & Reflektoren …]
  • Die Cherusker 500 Challenge in eine Selbstversorgerfahrt. Alle Ausrüstung, die man während der Fahrt benötigt, muss man mit sich auf dem Rad führen oder unterwegs beschaffen. Die Strecke darf einzig aus eigener Muskelkraft zurückgelegt werden, dabei ist es egal, ob man wandert, ein Fahrrad oder einen Einkaufswagen benutzt (wir gehen davon aus, dass die meisten von euch ein Mountainbike benutzen …).
  • Jede Art “vorgeplanter” Arrangements (z. B. Hotels buchen, Werkstatttermine in Radläden vorterminieren usw.) ist untersagt. Einzige Ausnahme: Das Versenden an die eigene Person adressierter Pakete zu Postämtern nahe der Strecke. Es gilt das Prinzip “nur kommerzieller Service an kommerziellen Plätzen”. Private Hilfe/Unterstützung ist lediglich zulässig, wenn sie spontan erfolgt und in ihrer Art und Weise jedem Fahrer zugänglich ist (oder sein könnte … in der englischen Szene gerne als “Trail-Magic” bezeichnet). Also in aller Klarheit hier nochmals: Freunde an der Strecke dürfen nur besucht werden, wenn diese im Prinzip alle Fahrer aufnehmen (würden) und wenn man sich nicht vorher angemeldet hat. Prinzip verstanden? Sofern man die in den GPS-Tracks vorgegebene Route verlässt, muss man im Anschluss wieder an jenen Punkt zurück, an den man die Strecke verlassen hat und von dort die Fahrt fortsetzen.

Wer nach „Löchern im Kodex“ sucht, um die Chersuker 500 „einfacher“ zu machen, der ist noch nicht bereit für die Herausforderung!